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Schüler erleben die Natur hautnah
Sechste Klasse der Hauptschule lernte in einem Langzeitprojekt im Japanischen Garten, die Natur mit anderen Augen zu sehen

BONNDORF (rf). Mit einer Lesenacht im Teehaus des "Japanischen Gartens" fand das Langzeitprojekt der Klasse 6a der Hauptschule im Bildungszentrum Bonndorf einen gelungenen Abschluss. Den Frühling im Japanischen Garten hatten die Schüler der Hauptschulklassen seit Frühjahrsbeginn (21. März) genau unter die Lupe genommen.

Im Rahmen des Projekts wurde der Japanische Garten in Bonndorf als außerschulischer Lehr-und Lernort erschlossen. Mit Pflanzenbeobachtungen, Erkundungen und Dokumentationen über die jahreszeitlichen Bedingungen und Veränderungen, beabsichtigte die Schule die Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler zu wecken und zu steigern. Denn, so Hauptschulrektor Volker Ehrler, auf den ersten Blick unspektakuläre Dinge, können durchaus zu einem Erlebnis werden. Den Abschlussabend nutzte man nun dazu, die Eltern ins Teehaus einzuladen und das Erarbeitete vorzustellen.
Viele waren der Einladung der Schule gefolgt und sowohl gefertigte Bildplakate als auch Dokumentationsordner wurden mit großem Interesse zusammen mit den Kindern besichtigt. Die Bildschau von Volker Ehrler ließ das Projekt noch einmal von Beginn bis zum Ende für alle Anwesenden aufleben.
Begonnen hatte man mit dem Frühjahrsbeginn.
Die Schüler, aufgeteilt in die vier Arbeitsgruppen "Tiger", "Geparden", "Feldhasen" und "Schäferhunde", bekamen im großen Garten ein Gebiet zugewiesen. Dort war dann jeder Schüler für eine Pflanze zuständig. Beobachtet wurde deren Wachstum, wobei gar mit dem Lineal festgestellt wurde, mit welcher Kraft der Frühling die Pflanzenwelt aus dem Winterschlaf erweckt.
Tatkräftige Unterstützung erhielt man durch den Stadtgärtner Martin Krug. Er führte die Schüler in die Pflanzenwelt und Pflanzenvielfalt ein. Beim wöchentlichen Treffen schaffte er es auch, mit immer wieder neuen Aufgabenstellungen das Interesse und die Begeisterung der Schulklasse zu wecken.
Klassenlehrer Wolf Brie hatte das Projekt als fächerübergreifende Einheit angelegt, verbunden wurden die Fächer Deutsch, Biologie, Erdkunde, Bildende Kunst und Technik. So wurde neben den regelmäßigen Besuchen im Garten und der Einzelarbeit der Gruppen im Fachregelunterricht das Wissen ausgewertet und vertieft. Die Gartenanlage als Ausdruck eines harmonischen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur zu erleben, auch das hat sich hier die Schule als Ziel gesetzt.
Da legten die Schüler auch selbst mit Hand an und mit fachmännischer Anleitung von Gärtner Krug wurden insgesamt 200 Arbeitsstunden mit Hacke und Schere zur Verschönerung der Anlage geleistet. Ein Frühjahrsputz im Teehaus, Putzen von Laternen und Klanginstrumenten - die Schüler halfen gerne mit, den Garten bis zum Sommeranfang "zum Glänzen" zu bringen.
Eigentlich war der Abschlussabend auf den Sommeranfang, 21. Juni, geplant gewesen. Starke Gewitter machten diesem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. Eine Woche später jedoch konnte die geplante Lesenacht stattfinden. Volker Ehrler übernahm den Auftakt um 21.30 Uhr mit einer Vorlesestunde und dann konnte jeder in seinem eigenen Buch in freier Natur schmökern.
Doch es sollte eine kurze Nacht werden, denn bereits um 4 Uhr morgens machte sich die Gruppe auf den Weg Richtung Lindenbuck, um den Sonnenaufgang auf Bonndorfs Anhöhe zu betrachten. Bei einem gemeinsamen Frühstück ließ man dann das erfolgreiche Projekt ausklingen. Das Resümee des Rektors: "Die Schüler entwickelten durch diese Arbeit eine nachhaltige Beziehung zu der Anlage selbst und erlebten den Japanischen Garten als eine Bereicherung ihrer Lebensqualität."

Projektbeschreibung