Aktuelles Schuljahr
Die Religionsklassen der Klassenstufe 10 der Realschule Bonndorf erhielten den „Dankesengel“ vom Bundesverband Kinderhospiz. Die Schüler hatten sich unter der Leitung der Lehrerinnen Martina Reischmann (untere Reihe, links) und Mirjam Hofmeier (zweite Reihe, links) für das Kinderhospiz engagiert und beim Kuchen- und Waffelverkauf Geld gesammelt. Den Preis überreichte Corinna Fürste (vorne, kniend, links). Foto: Stefan Limberger-Andris   Tief betroffen zeigten sich die beiden Religionsklassen der Klassenstufe 10 der Realschule Bonndorf, als sie sich im vergangenen Schuljahr mit dem Thema "Tod und Auferstehung" beschäftigten. Aus der Betroffenheit erwuchs jedoch unter den 51 Schülern ein Engagement, anderen Kindern in Not zu helfen. Im Zuge der Unterrichtseinheit "Tod und Auferstehung" hatte Corinna Fürste aus der Geschäftsstelle Lenzkirch des Bundesverbands Kinderhospiz im vergangenen Schuljahr zudem einen Vortrag gehalten. Die Bonndorfer Schüler zeigten sich von den Berichten über ein krebskrankes, mittlerweile verstorbenes Mädchen aus der Region derart betroffen, dass sie sich kurzerhand entschlossen, durch einen Kuchen- und Waffelverkauf in der Schule zu helfen.

330 Euro kamen zusammen, die die beiden Klassen dem Bundesverband Kinderhospiz nun spendeten. Darüber hinaus halfen die Schüler der Einrichtung bei den beiden Veranstaltungen Schluchsee-Marathon und Weltcupspringen in Titisee-Neustadt.

Corinna Fürste übergab den Schülern nun den "Dankesengel" des Bundesverbands Kinderhospiz für deren Engagement. Als Dreingabe gab es noch ein Rezeptbuch Sally & Friends. Das gezeigte Engagement sei keine Selbstverständlichkeit. Verbunden mit dem Lob war die Bitte, den Bundesverband Kinderhospiz weiter ehrenamtlich zu unterstützen. Die beiden betreuenden Lehrerinnen Martina Reischmann und Mirjam Hofmeier betonten, wie wichtig es sei, dass sich Jugendliche im Unterricht bereits mit dem Thema "Tod und Auferstehung" auseinandersetzen. Beeindruckend sei gewesen, dass die Schüler den Gedanken, das Kinderhospiz durch aktive Hilfe zu unterstützen, selbst entwickelt und auch umgesetzt hätten. Im Bildungszentrum Bonndorf seien schließlich im vergangenen Mai während der Pausen über 200 Waffeln und rund 23 Kuchen sowie Muffins an Schüler und das Lehrerkollegium verkauft worden. Der Waffelteig und vermutlich auch der ein oder andere Kuchen wurde von den Jugendlichen selbst hergestellt.

Badische Zeitung v. 06.10.2017